Im Jahr 2012 machten die SeniorInnen der Begegnungsstätte Stille Straße 10 weltweite Schlagzeilen, weil Sie mit einer Hausbesetzung den Verkauf und den Abriss des Hauses, verhinderten. Seit dieser Zeit, stellten die Medien fest, sind sie die „Ältesten Hausbesetzer der Welt“. Bis heute ist aber die Zukunft der Begegnungsstätte ungewiss! Die Volkssolidarität Berlin hatte sich als Träger für die Übernahme der Einrichtung beworben und wurde vom Bezirksamt Pankow und der BVV nach langem Ringen bestätigt. Gemeinsam mit dem neu gegründeten Förderverein Stille Straße 10 e.V. stand die Akquise von Fördermittel im Vordergrund, um die umfangreichen bau-und brandschutztechnischen Auflagen zu erfüllen und das Haus barrierefrei umzubauen. Leider erhielten die Anträge kein positives Votum.

Das Bezirksamt Pankow suchte gemeinsam mit der Volkssolidarität nach Lösungsvarianten. So wurden dann jährliche Nutzungsvereinbarungen abgeschlossen.

Die SeniorInnen lassen sich auch nach 3 Jahren nicht entmutigen. Sie organisieren, anlässlich des nun mehr 3. Jahrestages der Besetzung, Benefizveranstaltungen, gewinnen Sponsoren und sammeln Spenden.

Humanitäre Lösungen sehen anders aus!

Ein Flüchtling, der im Mittelmeer ertrinkt, wird ermordet“, stellt Eberhard Schultz fest, Vorsitzender unserer Stiftung in Anlehnung an das Zitat Jean Zieglers „Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet“.

Inzwischen sind es Tausende, die vor der Festung Europa elend ertrinken. Die neuen Horrorzahlen haben Medien und Politik wieder einmal, wie schon im Oktober 2013 zur Lampedusa-Tragödie, aufgeschreckt. „Wo aber bleiben die öffentlichen Trauer-bekundungen, die Organisierung von Massendemonstrationen mit allen Staatschefs und medienwirksamen Kampagnen?“ fragt Eberhard Schultz. Die einen fordern, „energischer gegen die Schlepper vorzugehen“, die anderen wollen die Mittel zur Seenotrettung um ein paar Millionen Euro aufstocken, das Grenzschutzsystem weiter ausbauen und die „Fluchtursachen vor Ort bekämpfen“ – eine Idee, die schon Innenminister Schily vor mehr als 10 Jahren lanciert hatte, nachdem in Deutschland der Zugang zum Asylrecht praktisch abgeschafft war.

Der von uns unterstützte Verein transsexueller Menschen hat eine "Stuttgarter Erklärung" verfaßt, wir bitten um Unterstützung und Mitzeichnung. Bei der Erklärung handelt es sich um alternative Behandlungsempfehlungen, um eine menschenrechtskonforme Behandlung von Menschen mit geschlechtlichen Normabweichungen möglich zu machen, die ohne geschlechtliche Deutung auskommt. Die “Stuttgarter Erklärung” ist eine Übereinkunft, Menschen das Wissen über ihr Geschlecht zuzugestehen, und dieses Wissen als wahrhaftig anzuerkennen. Dies ist die Grundvoraussetzung für ethisches Handeln.

Weltweit zeichnet sich ein menschenrechtlicher Trend ab, Menschen mit so genannten „geschlechtlichen Normabweichungen”, wie transsexuelle und intersexuelle Menschen, in ihrem eigentlichen Geschlecht, das vom standesamtlich eingetragenen abweichen kann, auch rechtlich anzuerkennen. Dänemark folgte als erstes Land in Europa dem Vorbild Argentiniens, die rechtliche Anerkennung nicht mehr von medizinischen Bedingungen abhängig zu machen. Auch das Bundesverfassungsgericht in Deutschland hatte 2011 Teile des “Transsexuellengesetzes” als nicht verfassungskonform erachtet, in denen körperliche Voraussetzungen für die Änderung des Personenstandes vorgeschrieben wurden.

Zur vollständigen Erklärung geht es hier: Stuttgarter Erklärung

Diese Erklärung kann unter folgendem Link mitgezeichnet werden: Stuttgarter Erklärung mitzeichnen