Der von uns unterstützte Verein transsexueller Menschen hat eine "Stuttgarter Erklärung" verfaßt, wir bitten um Unterstützung und Mitzeichnung. Bei der Erklärung handelt es sich um alternative Behandlungsempfehlungen, um eine menschenrechtskonforme Behandlung von Menschen mit geschlechtlichen Normabweichungen möglich zu machen, die ohne geschlechtliche Deutung auskommt. Die “Stuttgarter Erklärung” ist eine Übereinkunft, Menschen das Wissen über ihr Geschlecht zuzugestehen, und dieses Wissen als wahrhaftig anzuerkennen. Dies ist die Grundvoraussetzung für ethisches Handeln.

Weltweit zeichnet sich ein menschenrechtlicher Trend ab, Menschen mit so genannten „geschlechtlichen Normabweichungen”, wie transsexuelle und intersexuelle Menschen, in ihrem eigentlichen Geschlecht, das vom standesamtlich eingetragenen abweichen kann, auch rechtlich anzuerkennen. Dänemark folgte als erstes Land in Europa dem Vorbild Argentiniens, die rechtliche Anerkennung nicht mehr von medizinischen Bedingungen abhängig zu machen. Auch das Bundesverfassungsgericht in Deutschland hatte 2011 Teile des “Transsexuellengesetzes” als nicht verfassungskonform erachtet, in denen körperliche Voraussetzungen für die Änderung des Personenstandes vorgeschrieben wurden.

Zur vollständigen Erklärung geht es hier: Stuttgarter Erklärung

Diese Erklärung kann unter folgendem Link mitgezeichnet werden: Stuttgarter Erklärung mitzeichnen

Beiträge aus dem Jahr 2014

von Privacy Project, Reporter ohne Grenzen, Humanistische Union, Whistleblower-Netzwerk, Niko Härting, Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation

Mit einem offenen Brief und einer gemeinsamen Erklärung am 19.3.2015 wandten sich die genannten Organisationen und unsere Stiftung an die Öffentlichkeit und den Bundestag, insbesondere den NSA-Untersuchungsausschuss mit einer kritischen Bewertung der bisherigen Arbeit und einer Reihe konkreter Forderungen zur wirksamen Kontrolle der Geheimdienste. Unser Vorsitzender Eberhard Schultz erklärte: „Unsere Stiftung trägt diese Erklärung mit, weil die Verletzungen des Grund- und Menschenrechtes auf Privatheit und informationelle Selbstbestimmung die Grundfesten der Demokratie erschüttert: Alle Menschenrechte zielen auf die Überwindung von einseitiger Abhängigkeit und Not in einer Gesellschaft, sowie auf das Ermöglichen eines selbstbestimmten Lebens für alle Menschen. Ohne den Schutz der genannten Menschenrechte, zu denen die Staaten verpflichtet sind, lassen sich auch die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte nicht verwirklichen.“

Die gemeinsame Erklärung lesen Sie hier, den offenen Brief hier.