Unter dem Motto "Menschenrechte aktuell" veranstalten die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Internationale Liga für Menschenrechte, die Humanistische Union e.V. und die Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation jeweils am letzten Donnerstag des Monats einen Diskussionsabend mit Brot und Käse, Wasser und Wein.

Am Donnerstag, 27. September, 19.00 Uhr, Robert-Havemann-Saal (Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, Berlin) verantwortet die Humanistische Union eine Vesper zum Bedingungslosen Grundeinkommen:

Seit einigen Jahren wird quer durch alle Parteien und politischen Lager über ein Grundeinkommen diskutiert. Es gibt verschiedene Modelle, die sich hinsichtlich ihrer Höhe, ihrer Bedingungen und ihrer Auswirkungen auf den Sozialstaat unterscheiden. Zuletzt schlug Berlins Bürgermeister Michael Müller ein Solidarisches Grundeinkommen vor.

Gerade ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) soll zu einem selbstbestimmten Leben führen und einen Ausweg aus den derzeitigen Problemen der Arbeitsgesellschaft mit ihren zunehmend niedrigen Löhnen und kurzfristigen Beschäftigungen weisen. Es soll die Grundlage für eine bessere Gesellschaft bilden.

Gegen das BGE wird eingewandt, dass es in einer existenzsichernden Höhe nicht verwirklicht werden könne, dass ein BGE zu einem Abbau des Sozialstaats führe und dass die damit verbundenen Hoffnungen realitätsferne Utopien seien.

 Auf der Vesper diskutieren wir mit Robert Ulmer, Initiative Grundeinkommen Berlin und Dierk Hirschel, Gewerkschaftssekretär, ver.di Bundesvorstand – Bereich Wirtschaftspolitik über die Gründe die für und gegen ein BGE sprechen und ob und wie es verwirklicht werden kann.

 

 

Die vierte Jahresveranstaltung im Festsaal des Rathauses Charlottenburg am 27.10.2015 eröffnete Eberhard Schultz, Gründer und Vorsitzender der Stiftung und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste.

Anschließend würdigte Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf und Schirmherr, die Arbeit der Stiftung und erklärte in seinem Grußwort: Die „Flüchtlingskrise“ stelle eine Heraus-forderung dar, „Soziale Menschenrechte sollten für alle gesichert sein und dabei müssen auch alle helfen“.

Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, ging in ihrer Grußbotschaft auch auf die „Flüchtlingskrise“ ein: „Es kommt nicht darauf an zu unterscheiden, welche Gruppe hilfsbedürftiger ist, die Flüchtlinge, die Obdachlosen oder die jungen Menschen ohne Ausbildung. Angela Merkels Worten „Wir schaffen das!“, stimme ich unverkrampft zu: Ja wir schaffen das, wenn wir uns alle gemeinsam diese Aufgabe stellen. Denn in diesen Wochen haben die Helfer gezeigt, dass wir gemeinsam viel stärker sind als man uns zugetraut hätte. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass das Engagement wächst und das Bemühen weiter anhält.“

Jahresveranstaltung 2015

Kurz vor unserer Jahresveranstaltung erreichte uns ein Anruf von Jean Ziegler, Soziologe und Autor, der leider seine Teilnahme absagen musste, aber unsere Preisvergabe telefonisch kommentierte mit den Worten:

 “Hier ist Jean Ziegler für Eberhard Schultz: Ich danke ganz herzlich für seinen Brief. Sein Projekt mit dem Schiff ist ganz großartig und sehr wichtig und ich bin total solidarisch. Ich unterstütze das Projekt. Alles Gute. Jean Ziegler in Genf.”