Postadresse
Haus der Demokratie und
Menschenrechte

 

Greifswalder Str. 4

D - 10405 Berlin

 

Briefkastennr. 52

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Facebook

 

 

Tel.

+49 (0)30 245 33

798

Bürozeiten:

Do. 10-14 Uhr

 
Fax

 +49 (0)30 245 33

796

 
Spenden Sie jetzt für

unsere Stiftung!

 

Bankverbindung
Bank
Berliner
Sparkasse
 
IBAN
DE691005 0000
1060 9716 20
 
BIC
BELADEBEXXX
 

 

Mit Paypal:

 

Mit Ayse Güvendiren und unserem Vorsitzenden Eberhard Schultz

2. November 2019

15:00 Uhr

Lothstraße 19, 80797 München

Ausgehend von den Erfahrungen aus dem NSU-Skandal und mit Blick auf die aktuelle Debatte um Racial Profiling spricht Tunay Önder mit Eberhard Schultz über die verschiedenen Ausprägungen und Formen von institutionellem Rassismus in Polizei und Justiz. Vor dem Gespräch liest Ayşe Güvendiren aus ihrem aktuellen Theaterstück RECHT(S). ÜBER DAS VERBRECHEN AN MARWA EL-SHERBINI.

Bild könnte enthalten: 6 Personen, Personen, die lachen, Text

Nach dem Tod von Süleyman Taşköprü, gibt der Vater an, zwei Männer gesichtet zu haben, die das Geschäft verließen, und die er eindeutig als Deutsche mit blonden Haaren identifizierte. Die Angabe wurde von der Polizei nicht weiter verfolgt. Ein weiterer Zeuge teilte der Polizei seine Vermutung mit, dass es vielleicht ein Rassist sei, ein Nazi, der Türken und Ausländer hasst. Auch diese Spur wird nicht weiter verfolgt. Die Aussagen der Opfer und Angehörigen der rassistischen Mord- und Anschlagserie des NSU werden von der Polizei entweder nicht ernst oder nur selektiv wahrgenommen. Die Untersuchungsausschüsse und Untersuchungen engagierter Journalist*innen haben immer neue skandalöse Versäumnisse und/oder absichtliche Vertuschungsaktivitäten zu Tage gefördert.  So steht die Causa NSU längst nicht mehr nur für die Todesgefahr, die von rechtsextremen Netzwerken ausgeht, sondern auch für die Gefahr des Institutionellen Rassismus', die in Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden – nach wie vor auch in anderen Fällen von Gewalt gegen Migrant*innen und Geflüchtete - um sich greift.  Beschwichtigungen, Ignoranz gegenüber den Aussagen der Betroffenen, Verdächtigungen, vorurteilsgeladene Ermittlungspraxis bis hin zu rechtsextremen Einstellungen von Behördenmitarbeiter*innen haben das mehr als deutlich vor Augen geführt.