Bericht von unserer Jahresveranstaltung 2020

Am 29. Oktober dieses Jahres haben wir bereits zum siebten Mal unseren „Sozialen Menschenrechtspreis im Festsaal des Rathaus Charlottenburg unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann verliehen.

(c) Eberhard-Schultz-Stiftung, Andreas Domma, Photoart Berlin

Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 2500 € dotiert – eine Spende unseres ehrenamtlichen Unterstützers Sinan Carikci – und wurde von unserer Jury an den Berliner Verein Wassertor e. V. vergeben.

Aufgrund der diesjährigen Corona-Maßnahmen durften an der Jahresveranstaltung nur 40 Personen teilnehmen. Deshalb fand sie zusätzlich über Livestream statt.

(c) Eberhard-Schultz-Stiftung, Andreas Domma, Photoart Berlin

In seiner Begrüßung dankte der Vorsitzende Eberhard Schultz den Vorstands- und Kuratoriumsmitgliedern, den Mitarbeiter*innen, den Ehrenamtlichen und wies auf zwei Aktivitäten der Stiftung im Corona-Jahr hin: Den NGO Parallelbericht zum Zwischenbericht der Bundesregierung an den UN-Sozialausschuss zum sozialen Menschenrecht auf Wohnen. Und die Teilnahme an einem internationalen Seminar der juristischen Fakultät der Universität Havana „soziale Menschenrechte in Deutschland und Kuba“ mit Beteiligung von Dozent*innen österreichischer und italienischer Universitäten.

(c) Eberhard-Schultz-Stiftung, Andreas Domma, Photoart Berlin

Außerdem trug er die Grußbotschaft des bekannten Kapitalismus- und Globalisierungskritikers, sowie früheren UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler an unsere Stiftung hervor und übergab an die Moderatorin Julia Finsterwalde (M. A., Pangea-Haus), die uns durch den Abend führte.

(c) Klaus Kohlmeyer

Im Anschluss daran wurde die Grußbotschaft des Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann, die aufgrund von technischen Schwierigkeiten nicht per Video abzuspielen war, von unserem Vorstandsmitglied Klaus Kohlmeyer verlesen. Der Bezirksbürgermeister betonte: „Die Corona Pandemie wird tiefe Spuren in unserem Miteinander hinterlassen, nicht nur in ökonomischer Hinsicht, sondern auch in sozialer Hinsicht. Umso wichtiger ist es, dass Menschen die Ärmel hochkrempeln, sich engagieren, nach links und rechts schauen, wo sind Menschen die unsere Unterstützung, unseren solidarischen Hilfe bedürfen?“

Es folgte die Grußbotschaft unserer Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Rita Süssmuth, die die Moderatorin Julia Finsterwalde verlesen hat. Darin heißt es:

(c) Jan Voth

„Wir brauchen dringend eine Politik, die sich an den lebenswichtigen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Menschen ausrichtet. Wie wir alle gerade auch in diesem von Corona dominierten Jahr schmerzlich erfahren müssen, werden die finanziellen Spielräume gerade auch für gemeinnützige Stiftungen immer enger – besonders, wenn sie sich wie unsere Stiftung der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Deshalb möchte ich auch in diesem Jahr besonders betonen: Unsere Stiftung ist dringend auf Spenden angewiesen.“ 

(c) Eberhard-Schultz-Stiftung, Andreas Domma, Photoart Berlin

Ein weiteres Highlight an diesem Abend war der Fach-Beitrag von Dr. Cengiz Barskanmaz, Max-Planck-Institut, mit dem Thema „Rassismusbekämpfung zwischen Symbolpolitik und Menschenrechten“ (Der vollständige Beitrag folgt) – Passend zum gegenwärtigen Schwerpunkt der Arbeit unserer Stiftung an einem NGO- Parallelbericht zum Staatenbericht der Bundesregierung an den UN-Ausschuss gegen rassistische Diskriminierung (ICERD).

Nach einem weiteren musikalischen Intermezzo begann dann die Preisverleihung. Mit der Laudatio wurden die Preisträger*innen von unserem Jurymitglied Eveline Lämmer, Vorsitzende des Landesseniorenbeirat Berlin, verkündet. Darin schilderte sie die Arbeit des Vereins an anschaulichen Beispielen und begründete die Entscheidung der Jury: „Wassertor e. V. setzt sich seit über zehn Jahren für mehr Teilhabe und Lebensqualität für isolierte Ältere in Berlin-Kreuzberg ein, trotz Armut, sozialer Benachteiligung und sprachlicher Einschränkungen. Diese erreicht das Team durch diverse Angebote, die auf die aktuellen Bedürfnisse der Älteren reagieren. So wurde auch in Corona-Zeiten die Bedarfe – von Lebensmitteln und Sozialberatung bis zu Sport und Erzählen – schnell und unkompliziert mit angepassten und neuen Angeboten angesprochen.“

Weitere Informationen unter https://www.wassertor.org/.

(c) Eberhard-Schultz-Stiftung, Andreas Domma, Photoart Berlin

Damit engagiert sich der Preisträger des „Sozialen Menschenrechtspreis 2020“ vorbildlich für die Durchsetzung des sozialen Menschenrechts auf soziale Sicherheit nach Art. 7 des UN-Sozialpakts.

Musikalisch wurde der Abend von dem Tango-Ensemble Pitango umrahmt.

Foto: Andreas Domma

Zum Abschluss teilte der Vorsitzende unserer Stiftung mit, dass der traditionelle Empfang aufgrund der Corona-Maßnahmen in diesem Jahr leider ausfallen muss und entließ die Gäste mit dem Motto: „Alle reden von Corona – Wir kämpfen gegen die wachsende soziale Spaltung und für soziale Menschenrechte!“

Video-Aufzeichnung

Die Video-Aufzeichung der Jahresveranstaltung mit allen Redebeiträgen und der Musik finden Sie auf unserem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=g-ZO3oqJHjY

Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Jahresveranstaltung 2020 (pdf)


Die Jury: Mara Fischer (Dozentin HWR und HTW), Eveline Lämmer (Vorsitzende des Landesseniorenbeirat Berlin), Dr. Cem Dalaman (Redakteur rbb), Reinhard Laska (ZDF) und Nihat Sorgeç (BWK, Berlin)

Der Vorstand: Azize Tank MdB a.D., Klaus Kohlmeyer (BQN), André Nogossek (Agentur für Arbeit), Eberhard Schultz (Menschenrechtsanwalt)

(c) Eberhard-Schultz-Stiftung, Andreas Domma, Photoart Berlin

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